Einblicke in Bodenfruchtbarkeit, Bodengesundheit und Bodenmikrobiom für den Kartoffelanbau

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14. März 2024

Die Rolle des Bodens in der Landwirtschaft, insbesondere im Kartoffelanbau, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Er ist das Fundament, auf dem die Ernährungssicherheit und die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft ruhen. Im Folgenden beleuchten wir die entscheidenden Aspekte der Bodenfruchtbarkeit und -gesundheit sowie die Bedeutung des Bodenmikrobioms und zeigen auf, wie ein bewusster Umgang mit dem Boden zu verbesserten Erträgen im Kartoffelanbau führen kann.

Die essenzielle Rolle von Bodenfruchtbarkeit und -gesundheit im Kartoffelanbau

Die Fundamente eines ertragreichen Kartoffelanbaus sind eine hohe Bodenfruchtbarkeit und Bodengesundheit, die gemeinsam das Pflanzenwachstum und die Erntequalität maßgeblich beeinflussen. Bodenfruchtbarkeit bezieht sich auf die Fähigkeit des Bodens, essenzielle Nährstoffe in ausreichenden Mengen bereitzustellen, welche für das Wachstum der Pflanzen unerlässlich sind. Elemente wie Stickstoff, Phosphor und Kalium sind dabei von zentraler Bedeutung, doch auch Mikronährstoffe wie Mangan, Zink und Eisen spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die physikalische Struktur des Bodens, die durch seine Textur und Porosität bestimmt wird, beeinflusst ebenfalls die Wurzelentwicklung und Wasserhaltefähigkeit – zwei Faktoren, die für den erfolgreichen Anbau von Kartoffeln entscheidend sind.

Bodengesundheit hingegen umfasst das biologische Gleichgewicht und die Vielfalt des Bodenlebens, einschließlich einer Vielzahl von Mikroorganismen, die in einer symbiotischen Beziehung mit Pflanzenwurzeln stehen. Diese mikrobiellen Gemeinschaften (das Bodenmikrobiom) sind verantwortlich für die Zersetzung organischer Materie, die Umwandlung von Nährstoffen in für die Pflanzen verfügbare Formen und die Unterdrückung pathogener Keime. Ein gesunder Boden fördert nicht nur ein kräftiges Pflanzenwachstum, sondern trägt auch zur natürlichen Krankheitsunterdrückung bei und minimiert so den Bedarf an Pflanzenschutzmitteln.

In der wissenschaftlichen Forschung wurde beobachtet, dass Böden mit einer reichen mikrobiellen Diversität tendenziell eine höhere Resilienz (Widerstandsfähigkeit) gegenüber Stressfaktoren wie Trockenheit und Krankheitsbefall aufweisen. Die unterschiedlichen Mikroorganismen können dabei grob in drei Gruppen eingeteilt werden. „Die Guten“ (The Good) sind die für uns förderlichen Bodenmikroorganismen. Sie beeinflussen Wachstum, Entwicklung, Nährstoffaufnahme, usw. der Pflanze positiv. „Die Schlechten“ (The Bad) sind üblicherweise Auslöser für Pflanzenkrankheiten und Ursache für Ertragsverluste. „Die Hässlichen“ (The Ugly) können indirekt auch für uns Menschen problematisch werden, da sie zu Verunreinigungen des Ernteguts mit z.B. Schwermetallen oder Toxinen führen können.

Ein tiefgreifendes Verständnis dieser Zusammenhänge und die gezielte Förderung von Bodenfruchtbarkeit und -gesundheit können somit maßgeblich zur Optimierung des Kartoffelanbaus beitragen. Wir sollten versuchen, die Gruppe „der Guten“ möglichst zu fördern und zu vermehren, um ein bestmögliches Wachstum und schlussendlich Ertrag sicherzustellen.

 

Bodenmikrobiom-Management: Der Schlüssel zu effizienterem Ackerbau

Die Integration des Verständnisses von Bodenfruchtbarkeit und -gesundheit führt zu einer nachhaltigen Steigerung der Effizienz im Ackerbau. Eine Schlüsselrolle spielt hierbei das Management des Bodenmikrobioms. Durch gezielte Maßnahmen lässt sich das Wachstum förderlicher Mikroorganismen unterstützen, was sich direkt auf die Pflanzengesundheit und die Bodenqualität auswirkt.

Grundsätzlich sind alle Maßnahmen positiv zu bewerten, die das Bodenleben fördern. Dabei kann man sich an drei einfachen Prinzipien orientieren, um auf den eigenen Böden die Bodenmikroorganismen zu mehren. Zum einen müssen wir für eine ausreichende Ernährung der Organismen sorgen (z.B. Ernterückstände, Zwischenfruchtanbau, …). Ebenfalls spielen Temperatur und Feuchtigkeit im Oberboden eine entscheidende Rolle. Der Boden sollte vor zu großer Hitze geschützt und gekühlt werden (z.B. dauerhafte Bodenbedeckung, ausreichender Pflanzenbestand). Die dritte Einflussgröße, welche im Kartoffelanbau sicherlich nur schwer umsetzbar ist, ist die reduzierte Bodenbearbeitung.

Um gezielt die eigenen Böden mit förderlichen Mikroorganismen zu stärken, bietet sich der Einsatz des Bodenhilfsstoff Trillus® an. Sowohl in eigenen Versuchen als auch in unabhängigen Exaktversuchen konnten beachtliche Ertragssteigerungen nachgewiesen werden. Trillus® enthält zwei spezifische und patentierte Mikroorganismen-Stämme, um den positiven Anteil des Bodenmikrobioms zu stärken. Es hat sich gezeigt, dass die Nährstoffverfügbarkeit und die Bodenstruktur positiv beeinflusst werden, was zu signifikant höheren Kartoffelerträgen führt. Mit dem Einsatz von Trillus®, wird nicht nur das Wachstum der Kartoffelpflanzen gefördert, sondern es trägt auch zur langfristigen Gesundheit und Nachhaltigkeit ihres Bodens bei.

Für weitere Informationen zu Trillus® steht ihnen die Firma agroplanta zur Verfügung.

Beitrag von Sebastian Deimel, Agroplanta und Johannes Seemeier