Kalium ist mehr als nur ein Nährstoff!

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20. September 2026

Kalium ist mehr als nur ein Nährstoff – kann Wholly K der Kartoffel bei Trockenstress helfen?

Kalium gehört zu den wichtigsten Nährstoffen im Kartoffelanbau und erfüllt zahlreiche zentrale Funktionen in der Pflanze. Es ist unter anderem an der Regulation des Wasserhaushalts und der Spaltöffnungen beteiligt und beeinflusst die Photosynthese sowie den Transport von Kohlenhydraten und Nährstoffen. Voraussetzung dafür ist, dass Kalium der Pflanze in den entscheidenden Entwicklungsphasen rechtzeitig zur Verfügung steht. Gerade bei trockenen Bodenbedingungen oder eingeschränkter Wurzelaktivität kann die Aufnahme jedoch begrenzt sein, auch wenn der Boden grundsätzlich ausreichend mit pflanzenverfügbarem Kalium versorgt ist.

Signalstoffe – kleine Boten mit großer Wirkung

Pflanzen steuern ihren Stoffwechsel über eine Vielzahl natürlicher Signal- und Botenstoffe. Vereinfacht lassen sich diese Stoffe als Nachrichten innerhalb der Pflanze verstehen, die Zellen und Stoffwechselwegen signalisieren, bestimmte Prozesse stärker oder schwächer zu aktivieren. Solche Signale sind beispielsweise daran beteiligt, wie eine Pflanze auf Stress reagiert, wie sie Nährstoffe verarbeitet oder wie sie ihren Wasserhaushalt reguliert. Hier knüpft das Konzept der Plant-Advantage-Technologie der HELM AG an. Der Ansatz besteht nicht allein darin, der Pflanze zusätzliche Nährstoffe zuzuführen. Vielmehr sollen gezielt eingesetzte Signalstoffe pflanzeneigene Prozesse aktivieren und effizienter steuern.

Das bedeutet vereinfacht:

Nicht nur mehr geben – sondern der Pflanze helfen, das Vorhandene besser zu nutzen.

Bei der Formulierung der Plant-Advantage-Produkte der HELM AG kommen verschiedene Signalstoffe zum Einsatz, die gezielt auf Prozesse wie Stressreaktionen, Nährstoffnutzung, Photosynthese und Wasserhaushalt abgestimmt sind.

Warum ist das gerade in Kartoffeln interessant?

Kartoffeln haben während ihrer Entwicklung einen hohen Kaliumbedarf. Gleichzeitig reagieren Kartoffelbestände empfindlich auf Trocken- und Hitzestress. Für die Pflanze entsteht hier ein Zielkonflikt.  Einerseits müssen die Spaltöffnungen geöffnet werden, damit CO₂ für die Photosynthese aufgenommen werden kann. Andererseits verliert die Pflanze über diese Öffnungen Wasser. Kalium spielt bei diesem Öffnen und Schließen der Spaltöffnungen eine Schlüsselrolle.

Vereinfacht gesagt funktionieren die Spaltöffnungen wie  kleine Ventile auf dem Blatt:

  • Sind sie geöffnet, kann CO₂ aufgenommen werden und die Photosynthese läuft.
  • Gleichzeitig verliert die Pflanze Wasser.
  • Bei Trockenstress müssen diese Ventile schnell und kontrolliert reagieren.

Eine ausreichende Kaliumversorgung unterstützt genau diese Regulation. Dadurch kann die Pflanze das verfügbare Wasser effizienter nutzen und gleichzeitig ihre Photosynthese möglichst lange aufrechterhalten. Wholly K verbindet die Kaliumversorgung über das Blatt mit ausgewählten Signalstoffen aus der Plant-Advantage-Technologie, die zusätzlich Prozesse der Nährstoffnutzung ansprechen.

Kein Ersatz für die Grunddüngung

Wichtig ist dabei:

Wholly K ersetzt keine bedarfsgerechte Kaliumdüngung über den Boden.

Das Produkt ist vielmehr als zusätzlicher Baustein gedacht, um die Pflanze in wichtigen Entwicklungs- oder Stressphasen gezielt über das Blatt zu unterstützen.

Eine Blattapplikation kann insbesondere dann interessant sein, wenn die Aufnahme aus dem Boden beispielsweise durch Trockenheit oder eingeschränkte Wurzelaktivität limitiert ist.

Was zeigen erste Versuche in Kartoffeln?

Im Jahr 2025 wurde Wholly K unter anderem in Kartoffelversuchen in Deutschland und Polen geprüft. Wholly K wurde zwei Mal mit einer Aufwandmenge von 1 l/ha appliziert. Die erste Anwendung erfolgte zu BBCH 21, die zweite Anwendung sieben Tage später.

15 Tage nach der ersten Behandlung wurde in den untersuchten Pflanzen eine höhere kumulierte Kaliumaufnahme in der oberirdischen Biomasse festgestellt. In der dargestellten Auswertung lag diese rund 13,4 % über der unbehandelten Kontrolle.

Auch beim Ertrag zeigten sich positive Unterschiede:

  • im polnischen Versuch etwa +5 %
  • im deutschen Versuch etwa +7 %

gegenüber der unbehandelten Kontrolle:

 

Grafik: Kartoffel – Kaliumaufnahme und Ertrag

Die Grafik zeigt auf einen Blick den Zusammenhang zwischen verbesserter Kaliumaufnahme und den in den beiden Versuchen beobachteten Ertragsunterschieden.

Wann wird Wholly K in Kartoffeln eingesetzt?

Die Aufwandmenge liegt bei 1,0 l/ha. In den dargestellten Versuchen wurde Wholly K zwei Mal angewendet. Die erste Anwendung erfolgte zu BBCH 21, die zweite Anwendung sieben Tage später. Dieses frühe bis mittlere Entwicklungsfenster fällt in eine Phase, in der die Nährstoffaufnahme und das vegetative Wachstum deutlich an Dynamik gewinnen.

Die Anwendung kann damit grundsätzlich in bestehende Maßnahmen der Bestandsführung integriert werden.

Fazit

Wholly K kombiniert die Kaliumversorgung über das Blatt mit der Plant-Advantage-Technologie der HELM AG.

Das Kalium trägt zur Regulation des Wasserhaushalts und der Spaltöffnungen bei, während der eingesetzte Signalstoff Prozesse anspricht, die für die Nutzung weiterer Nährstoffe relevant sind. Damit verbindet Wholly K zwei unterschiedliche, sich ergänzende Ansätze innerhalb einer Formulierung.

Wholly K ist ein Baustein innerhalb des Plant-Advantage-Portfolios. Weitere Produkte basieren jeweils auf spezifischen Signalstoffen, um andere pflanzliche Prozesse wie Stressreaktionen, Stickstoffeffizienz oder Photosynthese gezielt anzusprechen. Weitere Informationen zu den verschiedenen Technologien und Produkten finden Interessierte unter HELM Plant Advantage (www.helmcrop.de/plant-advantage/).

 

Auch wir konnten Wholly K dieses Jahr das erste mal live testen in Oberding am Versuchsfeld der Firma Böhmer. Hier wurde es 2 x mal mit einem Aufwand von 1,0 l, geinsetzt. Die Kartoffeln sahen gut aus und waren auch bis zum Schluß grün. Genaue Bonituren und Erträge folgen hierzu noch für euch, als INFO. 

 

Beitrag von Raphael Pape

Senior Sales Manager Germany