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Wie Zusatzstoffe den Pflanzenschutz verbessern! Das Optimum herausholen aus den Maßnahmen!

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29. Juni 2026

Eine erfolgreiche Pflanzenschutzmaßnahme beginnt nicht erst auf dem Blatt. Sie beginnt bereits beim Wasser im Tank, beim Anmischen der Spritzbrühe und bei der Frage, wie der Wirkstoff sicher auf die Zielfläche gelangt. Denn bevor ein Pflanzenschutzmittel wirken kann, muss es mehrere Schritte durchlaufen: Es wird mit Wasser gemischt, verlässt die Düse als Spritztropfen, trifft auf Blatt oder Stängel, haftet dort an, verteilt sich auf der Oberfläche und wird je nach Wirkstoff von der Pflanze aufgenommen. Zusatzstoffe im Pflanzenschutz unterstützen diese einzelnen Schritte. Sie sind keine Pflanzenschutzmittel, sondern technische Helfer, die die Anwendung verbessern und absichern können. Mehr Hintergrund dazu bietet auch der ausführliche Beitrag zu Zusatzstoffen im Pflanzenschutz.

Der erste wichtige Punkt ist das Spritzwasser. Wasser dient nicht nur als Trägerflüssigkeit. Es kann die Eigenschaften der Spritzbrühe deutlich beeinflussen. Besonders der pH-Wert und die Wasserhärte spielen dabei eine wichtige Rolle. Hartes Wasser enthält Calcium- und Magnesiumionen, die mit bestimmten Wirkstoffen oder Formulierungsbestandteilen reagieren können. Auch ein ungünstiger pH-Wert kann die Stabilität oder Verfügbarkeit einzelner Wirkstoffe beeinflussen. Ein geeignetes Additiv kann helfen, die Spritzbrühe besser auf die Anwendung vorzubereiten. Dazu gehört auch, Schaumbildung im Tank zu reduzieren und das Anmischen einfacher zu machen.

„Additive wirken nicht erst auf dem Blatt. Sie können bereits im Spritztank die Grundlage für eine sichere Anwendung schaffen.“

Nach dem Anmischen entscheidet der nächste Schritt über den Erfolg der Maßnahme: Der Spritztropfen muss die Zielfläche erreichen und dort verbleiben. Trifft ein Tropfen auf eine Pflanzenoberfläche, kann er anhaften, abrollen, abperlen oder abprallen. Bei wachsartigen Oberflächen, aufrecht stehenden Blättern oder schwer benetzbaren Kulturen steigt das Risiko, dass ein Teil der Spritzbrühe nicht dort bleibt, wo er wirken soll. Eine verbesserte Anhaftung reduziert solche Verluste. Sie schafft die Voraussetzung dafür, dass der Wirkstoff überhaupt auf der Zielfläche zur Verfügung steht.

Hat der Tropfen die Pflanze erreicht, folgt die Benetzung. Wasser bildet von Natur aus runde Tropfen. Dadurch bleibt die Kontaktfläche zwischen Spritzbrühe und Blatt klein. Netzmittel können die Oberflächenspannung der Spritzbrühe beeinflussen und dadurch eine gleichmäßigere Verteilung fördern. Aus einem einzelnen Tropfen wird eine größere benetzte Fläche. Das ist besonders bei Kontaktwirkstoffen wichtig, weil sie dort wirken, wo sie auf die Pflanzenoberfläche treffen. Aber auch bei systemischen oder teilsystemischen Wirkstoffen verbessert eine gute Benetzung den Kontakt zwischen Wirkstoff und Pflanze. Das ist auch in Kartoffeln relevant, etwa bei Kartoffel-Fungiziden oder bei Insektizidmaßnahmen in Kartoffeln.

Bei den meisten Pflanzenschutzmitteln ist der Prozess mit Anhaftung und Benetzung noch nicht abgeschlossen. Systemische und teilsystemische Wirkstoffe müssen in das Pflanzengewebe eindringen, um ihren Wirkort zu erreichen. Die Wirkstoffaufnahme hängt von vielen Faktoren ab: zum Beispiel vom Wirkstoff, von der Formulierung, von der Blattoberfläche, von der Witterung und vielem mehr. Zusatzstoffe können hier unterstützen, indem sie die Aufnahmebedingungen fördern. Anhaftung, Benetzung und Wirkstoffaufnahme sollten immer zusammen betrachtet werden.

„Erst wenn der Tropfen anhaftet, sich verteilt und der Wirkstoff seinen Wirkort erreicht, kann eine Pflanzenschutzmaßnahme ihr Potenzial ausschöpfen.“

KANTOR verbindet diese Funktionen in einem Produkt. Als All-in-One Additiv unterstützt KANTOR die Wasserkonditionierung, verbessert die Anhaftung und Benetzung und fördert die Wirkstoffaufnahme. Damit begleitet KANTOR die Pflanzenschutzmaßnahme vom Anmischen der Spritzbrühe bis zum Wirkungseintritt. Für Landwirte bietet das einen praktischen Vorteil: Mehrere zentrale Einflussfaktoren des Spritzprozesses werden mit einem Produkt adressiert. Das vereinfacht die Anwendung und erhöht die Wirkungssicherheit der Pflanzenschutzmaßnahme.

Jede Pflanzenschutzmaßnahme ist anders. Kultur, Wirkstoff, Wasserqualität, Witterung und Applikationstechnik bestimmen, welche Anforderungen an die Spritzbrühe gestellt werden. Deshalb lohnt es sich, Zusatzstoffe nicht pauschal zu betrachten, sondern gezielt in die eigene Pflanzenschutzstrategie einzuordnen. Wer den gesamten Spritzprozess im Blick behält, kann vorhandene Wirkstoffpotenziale besser nutzen und die Maßnahme planvoll absichern. Für Fragen zur passenden Einordnung von KANTOR in die eigene Anwendung steht das Team von agroplanta gerne zur Verfügung.

 

Beitrag von Sebastian Deimel, Fa. Agroplanta