SoilTonic E als Baustein der Drahtwurmbekämpfung in Kartoffeln
Der Drahtwurm ist in vielen Kartoffelregionen ein großes Problem im Kartoffelanbau.
In den letzten Jahren hat sich die Situation auf vielen Flächen weiter zugespitzt. Gründe dafür sind unter anderem der vermehrte Einsatz grasbetonter Zwischenfruchtmischungen, reduzierte Bodenbearbeitung, Brachflächen mit Ausfallgetreide und Verunkrautung, mehrjährige Feldfutter- oder Grasbestände sowie der Wegfall wirksamer Insektizide. Diese Entwicklungen sorgen dafür, dass wir den Drahtwurm heute noch konsequenter im Fokus halten müssen.
Besonders kritisch wird es in der Kartoffel dann, wenn wir uns dem Erntetermin nähern.
Gerade 6 bis 8 Wochen vor der Ernte sind die Knollen direkt in ihrer Vermarktungsqualität gefährdet. Späte Fraßgänge führen zu Lochfraß, höherem Sortieraufwand, Deklassierung und schlechterer Lagerfähigkeit. Das Risiko ist besonders hoch bei Sommertrockenheit, wenn die Larven gezielt die Knollen als Wasser- und Nahrungsquelle aufsuchen.
Hinzu kommt: In dieser späten Phase stehen chemische Bekämpfungsmöglichkeiten praktisch nicht mehr zur Verfügung. Genau deshalb braucht es hier Lösungen, die uns diese sensible Zeit bis zur Ernte absichern helfen.
SoilTonic E als Ansatz für die späte Drahtwurmregulation
Ein interessanter Ansatz ist hier der Einsatz von SoilTonic E.
Das Produkt wird in flüssiger Form 6 bis 8 Wochen vor der Ernte als Blattbehandlung eingesetzt und kann den Befallsdruck durch den Drahtwurm vor der Ernte auf natürliche Weise reduzieren. Damit ist es vor allem für die Phase interessant, in der die Knollenqualität unmittelbar abgesichert werden muss.
Wie funktioniert SoilTonic E?
Die Applikation von SoilTonic E erfolgt 6 bis 8 Wochen vor der Ernte.
Voraussetzung ist, dass noch grüne Blattmasse vorhanden ist und sich die Pflanze im aktiven Stoffwechsel befindet. (Bestand sollte noch nicht in der Gelbreife sein) Die Pflanze nimmt die Inhaltsstoffe über das Blatt auf und wird dadurch zur Bildung von Terpenalkoholen angeregt.
Diese werden über die Wurzel ausgeschieden und machen die Knollen für den Drahtwurm unattraktiv. Er zieht sich in tiefere Bodenschichten auf der Suche nach alternativen Nahrungsquellen zurück.
Für die Praxis heißt das: Der Termin muss stimmen. Wer SoilTonic E einsetzt, braucht einen vitalen, aufnahmefähigen Bestand. Ist der Bestand bereits zu weit abgereift oder es fehlt grüne Blattmasse (z.B. durch hohen Phytophthora- oder Alternaria-Befall) verschenkt man Potenzial.
Versuchsergebnisse und praktische Einordnung
Im Versuch der Lanwirtschaftskammer NRW aus 2022 erzielte SoilTonic E den höchsten Anteil an Knollen ohne Drahtwurmfraß. Desweiteren wurde bei diesem Versuch auch ein positiver Effekt auf den Gesamtertrag festgestellt.
Soil Tonic E ist ein Produkt, um gezielt eine zweite Maßnahme im Vegationsverlauf der Kartoffel gegen den Drahtwurm zu platzieren! Letztes Jahr konnten wir hier in Niedersachsen sehr gute Ergebnisse erzielen, bei einem Betrieb, wo wirklich Drahtwürmer bereits gefunden wurden! Mit dem Einsatz von Soil Tonic E konnte die Ware trotz des Auftretens von dem Schädling, die Knollen in die Vermarktung gehen im Premium - Waschbereich.
Auch langjährige Versuche in Bayern haben gezeigt, das die Kombination aus einer Maßnahme beim Pflanzen (Drahtwurmgranulate), und dem Einsatz von Soil Tonic E immer seinen Wert hatte.
Beitrag von Nina Grabau
Produktmanagement ewia GmbH
und Johannes Seemeier