Poesie® - Die Stickstoffquelle, mit der man rechnen kann!

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04. Mai 2026

Stickstoffversorgung in Hackfrüchten neu gedacht!                                                                                                                               

Hackfrüchte nehmen in einer ausgewogenen und gesunden Fruchtfolge eine Schlüsselrolle ein. Aus phytosanitärer Sicht leisten sie als Resistenzbrecher in der Ungrasbekämpfung wertvolle Dienste und unterbrechen wirksam die Zyklen Krankheitserreger. Darüber hinaus tragen sie maßgeblich zur Erhaltung und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit bei – sei es durch die Rückführung großer Biomassenmengen oder durch die Tiefenerschließung von Nährstoffen über ihr weitreichendes Wurzelsystem.

Doch so wertvoll Hackfrüchte für die Fruchtfolge sind – sie stellen zugleich hohe Anforderungen an das

pflanzenbauliche Management. Insbesondere die Nährstoffversorgung wird in der Praxis häufig unterschätzt.

 

Das unterschätzte Problem: Nährstoffversorgung unter Trockenstress

 

Zwar wird ein Großteil der erforderlichen Stickstoffmenge bereits vor der Saat ausgebracht und in den Boden eingearbeitet. Dennoch ist die tatsächliche Nährstoffverfügbarkeit, während der oft trockenen Spätfrühjahrs-und Sommermonate regelmäßig stärker beeinträchtigt, als auf den ersten Blick erkennbar ist.

Die Ursache liegt in der mikrobiellen Aktivität des Bodens: Bakterien und Pilze sind die entscheidenden Akteure bei der Mineralisation organisch und mineralisch gebundener Stickstoffverbindungen. Sinkt die Bodenfeuchte unter einen kritischen Schwellenwert, bricht diese mikrobielle Aktivität ein – im Extremfall kommt sie vollständig zum Erliegen. Die Folge ist ein pflanzenbauliches Paradoxon: Der Nährstoff ist im Boden vorhanden, aber für die Pflanze nicht verfügbar.

 

Besonders tückisch ist dabei, dass diese Versorgungslücke oft erst im späteren Wachstumsverlauf sichtbar wird – genau dann, wenn die Pflanze in intensiven Wachstums- und Ertragsphasen ihren Nährstoffbedarf am stärksten anmeldet. Die Pflanzen reagieren auf diesen verdeckten Mangel mit einem charakteristischen Beschwerdebild:

 

  • Wachstumsstillstand und Kümmerwuchs
  • Blattvergilbung und reduzierter Blattapparat
  • Typische Streifenvergilbung (besonders bei Mais)
  • Frühzeitiges Abreifen
  • Reduzierte Knollenanzahl oder Rübenmasse

 

Die Lösung: Poesie® – Stickstoffversorgung unabhängig vom Boden

 

Genau hier setzt Poesie® an – ein Ansatz, der die Stickstoffversorgung von Hackfrüchten neu denkt.

Durch den Einsatz von Poesie® kann die Pflanze direkt aus der Luft Stickstoff fixieren, vollständig unabhängig von der Bodenmineralisation. Auf diesen Weg kann der Pflanze bis zu 40 kg N bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt werden.

 

Der entscheidende Vorteil: Die Stickstofflieferung erfolgt kontinuierlich und bedarfsorientiert, angepasst an den aktuellen Versorgungszustand der Pflanze. Eine Über- oder Unterversorgung wird so zuverlässig vermieden. Gerade in Phasen nachlassender Bodenmineralisation – also genau in den kritischen Trockenperioden des Spätfrühjahrs und Sommers – bleibt die Pflanze durch Poesie® stabil und ausreichend mit Stickstoff versorgt. Das Ertragspotenzial kann somit auch unter widrigen Bedingungen effizient ausgeschöpft werden.

 

Poesie® in Ihrer Düngestrategie – flexibel und bilanzfrei

Poesie® lässt sich problemlos in bestehende Düngekonzepte integrieren – und das auf zwei Wegen:

 

  • Integriert: Die bereitgestellten 40 kg N/ha werden von der mineralischen Düngungsmenge abgezogen –

        eine direkte Kosteneinsparung ohne Ertragseinbußen.

  • On Top: Poesie® wird ergänzend zur geplanten mineralischen N-Menge eingesetzt, da das Produkt

        vollständig bilanzfrei ist und keine Anrechnung auf die Düngebilanz erfordert.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • Kontinuierliche, bedarfsgerechte
  • N-Versorgung – unabhängig von der Witterung
  • Bilanzfreie 40 kg N/ha – ohne Anrechnung auf die Nährstoffbilanz
  • Zuverlässige N-Versorgung auch bei Trockenheit – wenn die Bodenmineralisation versagt
  • Planungssicherheit – ein berechenbarer und verlässlicher Baustein in Ihrer Düngestrategie

 

Ausblick im Herbst:

 

Das Phänomen der sogenannten „Hungerlöcher“ beschränkt sich keineswegs auf heiße Sommermonate mit ausgeprägtem Trockenstress. Auch der Winterraps sieht sich unter vergleichbaren Bedingungen einer ernsthaften Versorgungsproblematik ausgesetzt – und das mitten in der kalten Jahreszeit.

 

Milde Winter, wie sie in den vergangenen Jahren zunehmend zur Regel werden, verhindern, dass der Raps in eine echte, durchgehende Winterruhe übergeht. Stattdessen signalisieren Tagestemperaturen von über 10 °C der Pflanze immer wieder:

Wachstum ist möglich. Doch genau hier liegt das Problem. Denn während der oberirdische Teil der Pflanze auf Wachstum schaltet, reichen die Bodentemperaturen – häufig unter 5 °C – nicht aus, um die mikrobielle Aktivität im Boden anzukurbeln und die Stickstoffmineralisation in Gang zu setzen.

 

Das Ergebnis ist ein klassisches pflanzenbauliches Paradoxon:

Der Raps will wachsen, bekommt aber keinen Stickstoff. Die Pflanze gerät in einen N-Mangel und reagiert darauf mit der Ausschüttung von Stresshormonen. Diese wiederum lösen einen fatalen Mechanismus aus: Bereits im Winter beginnt der Raps, die Verzweigungen am Haupttrieb zu reduzieren – also genau jene Seitenäste, die später maßgeblich zum Ertrag beitragen. Die Folge sind geschwächte, gestresste Bestände und – was noch schwerer wiegt – unwiederbringliche Ertragsverluste, die sich im Frühjahr nicht mehr kompensieren lassen.

 

Auch hier bietet Poesie® eine wirkungsvolle Antwort. Durch die Applikation ab BBCH 14 kann der Raps während der kritischen Wintermonate  kontinuierlich  und  bodenunabhängig  mit

Stickstoff versorgt werden. Die im Pflanzengewebe etablierten Mikroorganismen arbeiten unabhängig von der Bodentemperatur und schließen so zuverlässig genau jene Versorgungslücke, die in milden Wintern regelmäßig entsteht.

 

Das Ergebnis: Der Raps übersteht die Wintermonate ohne Hungerphasen, behält seine Verzweigungsstruktur und kann mit vollem Ertragspotenzial in das Frühjahreswachstum starten – vital, strukturstark und bestens versorgt.

 

 

Beitrag von Constantin Hölper, OmniCult FarmConcept GmbH

 

Eine wichtige Ergänzung von unsererseits noch: Alle Produkte die hier in diese Richtung gehen, ob Poesie, von dem wir wirklich viel halten da 4. verschiedene Bakterienstämme für uns arbeiten, oder Utrisha von Corteva oder Nutribio-N von Syngenta, bitte immer in die pflanzenbaulichen Maßnahmen: Düngung über das Blatt mit Mo einbauen. Das lieben die Bakterien und dann funktionieren diese auch wunderbar!

Ergänzung von Johannes Seemeier